Die Box-Welt trauert um Shigetoshi Kotari und Hiromasa Urakawa. Beide kämpften auf derselben Veranstaltung und erlitten Hirnblutungen.

Tokio – Das japanische Boxen steht unter Schock: Shigetoshi Kotari (8-2-2, 5 K.o.) und Hiromasa Urakawa (10-4, 7 K.o.) haben am vergangenen Wochenende ihr Leben verloren. Kotari und Urakawa boxten in separaten Kämpfen auf derselben Veranstaltung in der legendären Korakuen Hall in Tokio. Beide starben an den Folgen von Hirnblutungen, die sie in ihren Kämpfen erlitten hatten.
Nach schweren Treffern gestoppt
Hiromasa Urakawa lieferte sich am 2. August einen packenden Fight gegen Yoji Saito, in dem er auf zwei der drei Punktezettel vorne lag. Doch in der achten und letzten Runde musste er nach heftigen Treffern gestoppt werden. Kurz darauf erlag der erst 28-Jährige seinen schweren Kopfverletzungen.

„Die WBO trauert um den japanischen Boxer Hiromasa Urakawa, der tragischerweise an den Verletzungen aus seinem Kampf gegen Yoji Saito verstorben ist. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Familien, Freunden und der japanischen Box-Community in dieser schweren Zeit“, hieß es auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des Verbandes. Die Nachricht von Urakawas Tod kam nur wenig später nach dem Verlust von Shigetoshi Kotari – ebenfalls bei derselben Veranstaltung.
Weniger Runden, mehr Sicherheit
Kotari hatte am Freitag im OPBF-Superfedergewichts-Titelkampf gegen Yamato Hata ein hart umkämpftes Unentschieden nach geteiltem Urteil erreicht. Dabei erlitt er eine Hirnblutung und verstarb kurz darauf.
Als direkte Konsequenz dieser tragischen Ereignisse hat die Japanische Boxkommission entschieden, die Rundenanzahl bei OPBF-Titelkämpfen von bislang 12 auf künftig 10 Runden zu reduzieren, um die Sicherheit der Kämpfer zu erhöhen.