Tyson Fury spricht weiter von einer Trilogie mit Oleksandr Usyk. Doch in der Königsklasse wächst der Wunsch nach neuen Paarungen – mit Kabayel, Wardley, Dubois oder Itauma.

Tyson Fury glaubt weiter an ein drittes Duell mit Oleksandr Usyk. Doch im Schwergewicht mehren sich die Stimmen, die vor neuen Aufgüssen warnen. Stattdessen rücken Paarungen mit Agit Kabayel, Fabio Wardley, Daniel Dubois oder Moses Itauma in den Fokus.
Im Schwergewicht läuft die Zeit für die großen Namen spürbar herunter. Genau deshalb wird die Frage immer lauter, ob ein dritter Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Tyson Fury die Division wirklich weiterbringen würde. Fury hatte zuletzt vollmundig angekündigt, Usyk werde ihn bis Ende 2026 um eine Trilogie „anbetteln“. Usyk selbst hatte zunächst ebenfalls einen klaren Drei-Kämpfe-Plan formuliert: erst Rico Verhoeven am 23. Mai, dann der Sieger aus Fabio Wardley gegen Daniel Dubois, danach Fury.
Inzwischen wirkt diese Route aber nicht mehr in Stein gemeißelt. Usyk ließ zuletzt selbst erkennen, dass statt Fury auch ein Duell mit Agit Kabayel in Frage kommen könnte. Das ist vor allem deshalb brisant, weil der Deutsche als WBC-Interims-Champion sportlich weiter auf seine Chance drängt. Gleichzeitig würde ein solcher Schritt dem Schwergewicht neue Bewegung geben, statt noch einmal ein bereits zweimal gesehenes Spitzenduell aufzulegen.
Usyk hat keine Priorität für Fury
Auch Fury hat seine eigenen Baustellen. Zunächst wartet am 11. April Arslanbek Makhmudov, anschließend will der Brite laut eigener Aussage noch mehrfach boxen – darunter sehr wahrscheinlich gegen Anthony Joshua. Damit steht auch auf seiner Seite längst nicht fest, dass die Trilogie mit Usyk wirklich Priorität bekommt.
Gerade deshalb richtet sich der Blick stärker auf Alternativen. Wardley und Dubois boxen im Mai um den WBO-Gürtel, Kabayel lauert mit dem WBC-Interimstitel, und mit Moses Itauma drängt bereits die nächste Generation nach. Usyk hat einen Kampf gegen Itauma zwar vorerst ausgeschlossen, doch genau solche Konstellationen zeigen, dass die Königsklasse genug frische Optionen hätte.
Text von Robin Josten