Falls Usyk verzichtet: Fury könnte Kabayel boxen | BOXSPORT

Falls Usyk verzichtet: Fury könnte Kabayel boxen

Sollte Oleksandr Usyk seinen WBC-Titel niederlegen, könnte Tyson Fury überraschend zum nächsten Gegner von Agit Kabayel werden.

Fury will seine Showeinlagen im Rückkampf gegen Usyk reduzieren. (Foto imago images / PA Images)
Mauricio Sulaimán macht keinen Hehl aus seiner Wertschätzung für Tyson Fury – und nährt damit neue WM-Spekulationen. (Foto imago images / PA Images)

Der mögliche WM-Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Agit Kabayel steht weiterhin unter einem gewissen Vorbehalt. Zwar hat das WBC die Pflichtverteidigung offiziell angeordnet, doch sollte der Ukrainer seinen Gürtel niederlegen, könnte sich ein völlig neues Szenario ergeben – mit Tyson Fury in einer Hauptrolle.

WBC-Präsident Mauricio Sulaimán machte gegenüber Betway deutlich, dass der ehemalige Weltmeister innerhalb des Verbandes nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt. „Tyson Fury war einer der größten Botschafter und einer der stolzesten Weltmeister des WBC. Ich habe größten Respekt vor ihm, seiner Familie und seinem Team“, sagte Sulaimán. „Sollte er noch einmal um den WBC-Titel boxen, werde ich ganz sicher dabei sein.“

Noch interessanter wurde es, als der WBC-Präsident auf Furys Position in der Rangliste angesprochen wurde. „Tyson Fury ist die Nummer eins der WBC-Rangliste. Als er zurückkehrte, haben wir ihn dort eingestuft, wo er hingehört. Agit Kabayel ist der Pflichtherausforderer von Oleksandr Usyk, aber Tyson Fury ist unser Nummer-eins-Herausforderer.“

Damit könnte Fury zum entscheidenden Faktor werden, falls Usyk auf den WBC-Titel verzichtet. In diesem Fall wäre ein Duell zwischen Kabayel und Fury um die vakante Weltmeisterschaft durchaus denkbar. Für den deutschen Interimsweltmeister wäre das zwar nicht der erhoffte Kampf gegen Usyk, aber dennoch die Chance auf den wichtigsten Titel seiner Karriere.

Vorerst richtet sich der Blick jedoch auf den 30. Juni. Bis dahin müssen sich die Teams von Usyk und Kabayel auf die Bedingungen des WM-Kampfes einigen. Kommt keine Einigung zustande, folgt die Purse Bid – und möglicherweise schon bald eine völlig neue Dynamik an der Spitze des Schwergewichts.

Text von Robin Josten

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