Zayas vs. Baraou: Duell mit dem „geliebten“ Feind | BOXSPORT

Zayas vs. Baraou: Duell mit dem „geliebten“ Feind

Die WM-Rivalen Abass Baraou und Xander Zayas standen sich vor ihrem Unification-Fight im Januar nun erstmals auf einer Pressekonferenz gegenüber – und kennen einander doch schon längst.

Kennen und schätzen sich: die Halbmittelgewichts-Weltmeister Xander Zayas (WBO, l.) und Abass Baraou (WBA, r.) treffen am 31. Januar 2026 im Ring aufeinander. (Foto: PR / Top Rank)

Xander Zayas (22-0, 13 K.o.), WBO-Champion im Halbmittelgewicht, hatte um eine Weltmeisterschaftskampf in seiner Heimat Puerto Rico gebeten. Diesen bekommt er – am 31. Januar im „Coliseo de Puerto Rico“ von San Juan. Dann trifft der Top-Rank-Fighter im Duell mit dem deutschen WBA-Weltmeister Abass Baraou.

„Größter Abend meines Lebens“

Ungewöhnlich: Zayas und Baraou kennen sich bestens, haben zuletzt in Südflorida Dutzende von Runden miteinander gesparrt. Nun trafen sich die beiden Rivalen am Mittwoch bei der Auftaktpressekonferenz in San Juan (Puerto Rico) als frischgebackene Weltmeister wieder. Baraou besiegte Yoenis Tellez im August und wurde WBA-Interims-Champion.

„Es ist eine Ehre, meine Heimat, mein Volk und Puerto Rico zu vertreten und den Stolz der Insel dort zu platzieren, wo er hingehört: an der Spitze“, erklärte Xander Zayas. „Der 31. Januar wird der größte Abend meines Lebens, aber (der Sieg über Garcia) war etwas ganz Besonderes. Man wird nur einmal zum ersten Mal Weltmeister, und das war mein Moment.“

Über das frühere Sparring mit Baraou sagte der 23-jährige WBO-Champ: „Sparring ist Sparring, und man darf das nicht mit einem Fight verwechseln. Das ist etwas völlig anderes. Für uns beide steht etwas ganz anderes auf dem Spiel, aber ich habe Respekt vor Abass und seinem Team. Sie waren immer freundlich zu uns und bereit, uns zu helfen, wenn es nötig war – wir haben es umgekehrt genauso gemacht. Unsere erste Titelverteidigung, bei der es um eine Unification geht, ist für mich etwas ganz Besonderes. Wir werden Geschichte schreiben.“

„Ich bin auf einer Mission“

Abass Baraou blicke zunächst auf seinen Titelgewinn gegen Tellez zurück. „Das war ein besonderer Kampf für mich. Ich wusste, dass ich mich auf feindliches Terrain begebe. Ich musste einfach alles geben – und noch ein bisschen mehr –, um Tellez zu besiegen. Ich bin auf einer Mission und bereit, überall hinzugehen, um meinen Traum, meine Ziele zu erreichen.“

Zum Sparring mit Zayas sagte der WBA-Champ aus Oberhausen: „Sparring ist etwas anderes als ein Kampf. Es kann helfen, muss aber nicht. Das werden wir am Kampfabend herausfinden. Xander ist ein großes Talent. Ich respektiere ihn dafür, dass er diesen Kampf annimmt. Wir haben gesagt, dass wir uns an der Spitze treffen würden – und wir wussten nicht, dass es so schnell gehen würde.“

Der anstehende Unification-Fight ist für Baraou eine großen Herausforderung, die er gerne annimmt. „Dass ich nach Puerto Rico reisen muss ist eine zusätzliche Motivation für mich“, so der 31-Jährige. „Ich bin bestens darauf vorbereitet und kann den Kampfabend kaum erwarten.“

Text: Frank Schwantes