Janibek Alimkhanuly ist einen seiner beiden WM-Gürtel los. Die IBF entzog dem Kasachen den Mittelgewichts-Titel nach seinem positiven Dopingtest – die WBO hat ihn bisher „nur” für ein Jahr suspendiert.

Janibek Alimkhanuly hat seinen IBF-Weltmeistertitel im Mittelgewicht verloren. Wie The Ring berichtet, informierte der Verband das Team des Kasachen am Dienstag per Schreiben über die Entscheidung. Als Hauptgrund nennt die IBF den positiven Test auf Meldonium, also eine verbotene Substanz, die unter anderem Ausdauer und Regeneration verbessern kann.
Damit reagiert die IBF anders als noch im Fall von Jai Opetaia, dessen Titelstatus zuletzt weiter offen diskutiert wurde. Bei Alimkhanuly kam hinzu, dass er wegen der Sperren und des laufenden Verfahrens seine Pflichtaufgabe in der vorgesehenen Frist nicht erfüllen kann. Genau das führte nun zum Gürtelverlust bei der IBF.
WBO hat bereits durchgegriffen
Seinen WBO-Titel hält Janibek formal zwar noch, sportlich ist er dort aber ebenfalls ausgebremst. Die WBO belegte ihn bereits Ende Februar mit einer einjährigen Suspendierung, rückwirkend ab dem 2. Dezember 2025. Gleichzeitig ordnete der Verband einen Interimskampf zwischen Denzel Bentley und Endry Saavedra an, der am 4. April in London stattfinden soll.
Auch auf nationaler Ebene und in den USA ist Alimkhanuly nicht frei handlungsfähig. Laut Berichten ist er in den Vereinigten Staaten bis 1. Juni durch die Association of Boxing Commissions gesperrt, in Kasachstan läuft eine Suspendierung bis 31. Mai.
Der positive Test hatte schon zuvor große Folgen. Alimkhanuly verlor dadurch seinen Platz im geplanten Vereinigungskampf gegen Erislandy Lara, der am 6. Dezember 2025 in San Antonio steigen sollte. Aus dem Fight wurde nichts, nachdem sowohl A- als auch B-Probe positiv ausfielen. Seinen bislang letzten Kampf bestritt Alimkhanuly im April 2025 in Astana, als er Anauel Ngamissengue in Runde fünf stoppte. Nun steht fest: Zumindest bei der IBF ist seine Zeit als Champion vorerst beendet.
Text von Robin Josten