Lin Yu-Ting macht Geschlechtstest – Khelif dementiert Gerüchte | BOXSPORT

Lin Yu-Ting macht Geschlechtstest – Khelif dementiert Gerüchte

World Boxing fordert für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im September in Liverpool erstmals Geschlechtertests. Während Olympiasiegerin Lin Yu-Ting sich diesen unterzieht, wird Imane Khelif wohl nicht am Turnier teilnehmen.

Die algerische Olympiasiegerin Imane Khelif weigerte sich bisher, sich den vom Welt-Boxverband geforderten Geschlechtertests zu unterziehen. (Foto: Getty Images)

Die Taiwanesin Lin Yu-Ting, Olympiasiegerin von 2024 im Federgewicht (bis 57 kg), unterzieht sich den World Boxing geforderten Geschlechtertests, um an den Weltmeisterschaften in Liverpool (4.–14. September) teilnehmen zu können. Das bestätigte ihr Trainer Tseng Tzuchiang der Nachrichtenagentur AFP. Lin Yuting stand gemeinsam mit der Algerierin Imane Khelif bei den Olympischen Spielen in Paris im Zentrum einer Geschlechterdebatte.

Goldmedaillengewinnerin Lin Yutng aus Taiwan, an deren weiblichem Geschlecht ebenfalls Zweifel aufgekommen waren, nimmt an den Weltmeisterschaften von World Boxing teil. (Foto: Getty Images)

World Boxing, das zum ersten Mal Weltmeisterschaften im olympischen Boxen veranstaltet, hatte knapp zwei Wochen vor Beginn der Titelkämpfe die Einführung von Geschlechtertests bestätigt. „Die Richtlinie soll die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleisten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Männer und Frauen schaffen“, teilte der Welt-Boxverband mit. Gemäß den Richtlinien müssen alle Athletinnen und Athleten über 18 Jahre einen PCR-Test absolvieren.

„Die Berichte sind falsch“

Dagegen wird Imane Khelif, deren Olympiasieg im Weltergewicht (bis 66 kg) die heftige Geschlechterkontroverse ausgelöst hatte, wohl nicht bei den Weltmeisterschaften starten. Die Algerierin dementierte allerdings Gerüchte über ihr Karriereende. „Ich möchte die Öffentlichkeit darüber aufklären, dass die Berichte über meinen Rücktritt vom Boxsport falsch sind“, schrieb sie auf ihrer Facebookseite. „Ich habe diesen nie angekündigt und bleibe meiner sportlichen Karriere treu.“

Khelif gab an, weiterhin regelmäßig zu trainieren und sich für kommende sportliche Aufgaben fit zu halten. Doch zu einer möglichen Teilnahme an den bevorstehenden Weltmeisterschaften in Liverpool äußerte sie sich nicht. Vor wenigen Tagen hatte ihr ehemaliger Manager Nasser Yesfah gegenüber der französischen Zeitung „Nice-Matin“ behauptet, Khelif hätte ihre Box-Karriere auf Eis gelegt.

Text: Frank Schwantes