Simon Zachenhuber hat einige Veränderungen vorgenommen und will nun durchstarten. Am 10. Januar kämpft der Supermittelgewichtler zunächst auf der Kabayel-Undercard.

Simon Zachenhuber, aktuelle Nummer sechs der WBO-Rangliste im Supermittelgewicht, will neue Wege gehen. Der Supermittelgewichtler hat sich von seinem langjährigen Manager Klaus Kärcher sowie von seinem Promoter P2M Box-Promotion (Axel Plaß) getrennt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Künftig will der unbesiegte Erdinger (28-0, 17 K.o.) auf frische Strukturen und Partnerschaften setzen, um seinen Traum von einem Weltmeisterschaftskampf zu realisieren.
Zwischenstation in Oberhausen
Dafür steigt der 28-Jährige am 10. Januar im Rahmen der Interims-Weltmeisterschaft von Agit Kabayel in der Rudolf Weber Arena in Oberhausen in den Ring. Während der langjährige Coach Conny Mittermeier im Team Zachenhuber an Bord bleibt, stößt mit Wolfgang Greipl ein neuer Manager hinzu.
Simon Zachenhuber zählt hierzulande zu den Publikumslieblingen im Profiboxen. Nun plant Team Zachenhuber für Deutschlands „Boxer des Jahres 2022“ auch eine gesteigerte Präsenz in den sozialen Medien. „Die offizielle Website ist gelauncht und der Aufbau einer aktiven Community auf Instagram (aktuell ca. 33.000 Follower), TikTok und YouTube steht im Mittelpunkt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Ziel sei es, Athletik mit Authentizität zu verbinden und neue Partnerschaften zu etablieren.
„Ein Vorbild für viele“
Doch nicht nur sportlich und in Sachen Social Media will der „Matador“ weiterkommen, sondern sich auch verstärkt in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. „Die Nummer sechs der Weltrangliste im Supermittelgewicht – aber wichtiger ist mir der Charakter und die positiven Impulse, die ich an junge Menschen weitergeben kann“, erklärt Zachenhuber. Seine eigene Kindheit habe ihn gelehrt, dass der Weg zum Erfolg nicht vorgegeben ist und dass Sport der richtige Ort sein kann, um Halt und Orientierung zu finden. „Ich bin ein Vorbild für viele, und das hilft mir, dass sie mir zuhören und nachahmen“, ist sich der Boxprofi auch seiner Rolle abseits des Rings bewusst.
Seinen letzten Kampf bestritt Zachenhuber am 19. Juli gegen Paulinus Ndjolonimu. Im Heidelberger SNP Dome mühte er sich jedoch zu einem Sieg per Mehrheitsentscheid. Gegen wen der sympathische Bayer am 10. Januar antritt, ist noch nicht bekannt.
Text: Frank Schwantes