Saudi-Boxzirkus plant Stadion-Show in Deutschland | BOXSPORT

Saudi-Boxzirkus plant Stadion-Show in Deutschland

Agit Kabayel darf auf den ganz großen WM-Kampf vor heimischem Publikum hoffen. Box-Mogul Turki Al-Sheikh plant offenbar ein Duell mit Usyk in Deutschland.

Agit Kabayel hat seinen Status als WBC-Interims-Champ eindrucksvoll verteidigt und will jetzt endlich den vollwertigen Gürtel! (Foto: Torsten Helmke)
Agit Kabayel hat seinen Status als WBC-Interims-Champ im Januar in Oberhausen eindrucksvoll verteidigt und will jetzt endlich den vollwertigen Gürtel! (Foto: Torsten Helmke)

Saudi-Arabiens Boxoffensive könnte noch in diesem Jahr Deutschland erreichen. Im Mittelpunkt steht ein möglicher WM-Kampf zwischen Agit Kabayel und Schwergewichts-König Oleksandr Usyk. Nach Monaten des Wartens gibt es neue Bewegung: Turki Al-Sheikh, der mächtige Strippenzieher des saudischen Boxprojekts, soll nach Usyks Kampf gegen Rico Verhoeven über ein Duell mit Kabayel in Deutschland sprechen wollen.

Für Kabayel wäre es die Chance seines Lebens. Der WBC-Interimsweltmeister hat sich mit starken Siegen in die Pflichtposition geboxt und wartet seit geraumer Zeit auf seinen Titelkampf. Usyk hatte den Deutschen zuletzt noch nicht in seinen Karriereplan eingebaut, doch der Druck des WBC und das Geld aus Saudi-Arabien könnten die Lage verändern.

Als möglicher Austragungsort gilt ein großes Stadion in Deutschland, besonders Düsseldorf wird gehandelt. Dort verlor Wladimir Klitschko 2015 vor 55.000 Fans gegen Tyson Fury. Ein Kabayel-Fight könnte diese Kulisse sogar übertreffen und einen neuen Zuschauerrekord für Boxen in Deutschland anpeilen.

Für Al-Sheikh wäre ein solches Event der nächste große Coup. Während Saudi-Arabien sein Sportinvestment in anderen Bereichen überprüft, bleibt Boxen für die Scheichs offenbar ein Prestigeprojekt. Nach Shows in Riad, London und New York könnte nun Deutschland zur Bühne werden – mit Kabayel als heimischem Hoffnungsträger und Usyk als weltweitem Superstar.

Text von Robin Josten