Tödlicher Unfall nahe Lagos: Zwei Mitglieder aus Anthony Joshuas Team sterben – nun steht der Fahrer vor Gericht.

Der Fahrer von Ex-Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua ist nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Nigeria vor Gericht angeklagt worden. Wie die BBC berichtet, kamen bei dem Crash zwei Mitglieder aus Joshuas Umfeld ums Leben – ein tragisches Ereignis, das die Boxwelt erschüttert. Joshua (29-4, 26 K.o.) befand sich auf einer als besonders gefährlich geltenden Straße im Bundesstaat Ogun, nahe Lagos. Dabei prallte das Fahrzeug am Montag auf einen stehenden Lkw. Bei dem Unfall starben Personal Trainer Latif Ayodele sowie Strength Coach Sina Ghami. Der frühere Weltmeister selbst wurde ins Krankenhaus gebracht und kam mit leichten Verletzungen davon.
Laut BBC erhob die Staatsanwaltschaft vier Anklagepunkte gegen den Fahrer, Kayode: Verursachung des Todes durch gefährliches Fahren, rücksichtsloses und fahrlässiges Fahren, Fahren ohne ausreichende Sorgfalt sowie Fahren ohne gültigen Führerschein. Der Angeklagte wurde gegen eine Kaution von 5.000.000 Naira (rund 2.578 Pfund) auf freien Fuß gesetzt, steht jedoch unter Auflagen. Der Prozess wurde auf den 20. Januar vertagt. Joshua war auf dem Weg, die Neujahrsfeiertage mit seiner Familie zu verbringen. Das nur wenige Tage nach seinem dominanten K.o.-Sieg in Runde sechs über den amerikanischen Social-Media-Star Jake Paul am 19. Dezember.
In der Boxszene gingen zahlreiche Beileidsbekundungen ein. Promoter Eddie Hearn erklärte: „Ruht in Frieden, Latz und Sina. Eure Energie, Loyalität und so viele weitere großartige Eigenschaften werden schmerzlich fehlen. Wir beten für Kraft und Beistand für alle Familien, Freunde und natürlich für AJ in dieser extrem schweren Zeit.“ Ein tragischer Tiefschlag abseits des Rings, der den sportlichen Erfolg von Anthony Joshua in den Hintergrund rückt und die Boxwelt in Trauer vereint.