Die WBO zieht Konsequenzen: Weil sich SES und Boxxer nicht einigen konnten, kommt es nun zur Purse Bid für Roman Fress vs. Chris Billam-Smith.

Die World Boxing Organization (WBO) hat offiziell ein Purse Bid für das Interims-Weltmeisterschaftsduell im Cruisergewicht zwischen Roman Fress und dem Briten Chris Billam-Smith angesetzt. Der Grund: Beide Parteien – SES Boxing (Fress) und Boxxer (Billam-Smith) – konnten sich innerhalb der gesetzten Frist nicht auf eine Austragung einigen.
Die Versteigerung der Austragungsrechte findet am Donnerstag, 9. Oktober 2025 um 12:00 Uhr MESZ im Büro des ungarischen Boxverbands in Budapest statt. Das Mindestgebot liegt bei 300.000 US-Dollar. Wie üblich fordert die WBO eine Kaution von 20 % der Gesamtsumme innerhalb von zwei Werktagen.
Die Börse wird gemäß den geltenden Regularien verteilt: 60/40 bei Heimvorteil, 50/50 auf neutralem Boden. Der Sieger der Purse Bid hat 90 Tage Zeit einen Austragungsort vorzustellen – frühestens jedoch 45 Tage nach Gebotszuschlag.
Hintergrund der Interims-Titelvergabe ist die verletzungsbedingte Auszeit des amtierenden Weltmeisters Gilberto „Zurdo“ Ramírez aus Mexiko. Der Sieger zwischen Fress und Billam-Smith könnte sich damit in die Top-Position für einen regulären WM-Fight bringen.
Text von Robin Josten